Kategorie-Archiv: Argentinien

CHILEN UND GRILLEN

Hallo Ihr Lieben,

nun sind schon wieder mehrere Wochen vergangen und in dieser Zeit haben wir auch wieder mit unserem Auto einige Kilometer Richtung Buenos Aires zurueckgelegt.

 

Kaktus Alarm

Kaktus Alarm

In diesem Abschnitt unserer Reise galt diesmal nur eins: Angeln, angeln und angeln! Dem Rio Parana entlang machten wir immer wieder kleine Stops, um  dem Angelverlangen nachzukommen. Anfaenglich hatten uns die Fische nicht allzu gern, doch nach mehreren Ratschlaegen von den Einheimischen Fischern, sind wir dann schliesslich auf den Wurm gekommen! Der Fangerfolg galt jedoch allein mir! Timo ist da klaeglich gescheitert ;-), obwohl paar kleine Fische ihm dann doch ins Netz gegangen sind, jedoch nicht so sehenswert wie meine.

Fischers Fritz fischt frische Fische

Fischers Fritz fischt frische Fische

Noch einer..

Noch einer..

 

 

 

 

 

 

 

Von sprechenden Fischen bis zum Piranha, hatte der Fluss Rio Parana somit so einige Ueberraschungen fuer uns auf Lager. Und wenn mal nichts angebissen hat, so gab es da noch immer die Moeglichkeit ein Steak auf dem Grill zu werfen!

 

Angelromantik

Angelromantik

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Piranhaaa

Piranhaaa

 

 

Nachtrag: Bei einer Busfahrt (Tagesausflug) saß neben uns eine Indiofrau und hat ein Nickerchen gemacht… zu Timos Erheiterung.

Schlaf Kindlein schlaf

hat da jemand was  vergessen…?!Oder Drinks for free 😉

 

4×4 nach Argentinien

Hallo an Alle,
In der Zwischenzeit hat sich bei uns viel Neues ergeben:
Wir haben Zuwachs bekommen, Name: Deli , geboren: 1991, Gewicht: ca 2,5 Tonnen und mächtig durstig.
Wir haben den Misubishi in der Atacama Wüste von 2 Schweizern gekauft. Er ist ein alter Lateinamerika Veteran und hat schon 200.000 Kilometer runter. Dementsprechend musste einiges gemacht werden: Turbo, Automatikgetriebe, Klima, Rost entfernt, Tank abgedichtet, Trittbrett repariert etc.. Nun ist der alte 4×4 Diesel wieder  fast in Schuss.
Jedoch war es ein zeitaufwendiger Akt. Von San Pedro de Atacama mussten wir in das 700 Kilometer entfernte Iquique (ein Import Hafen, wo sämtliche Ersatzteile des japanischen Markt verfügbar sind… wenn da nicht die Osterfeiertage wären)

 

Dort angekommen fragten wir uns nach einer Mitsubishi Werkstatt durch und wurden an einen guten Freund von einem guten Freund weitergeleitet, bis wir bei Eduardo und seiner kleinen Werkstatt landeten.P1040884 Da Eduardo’s Werkstatt auch nicht im besten Viertel von Iquique gelegen ist, konnten wir unser Auto also auch nicht allein lassen und ins Hostel gehen und so mussten wir erstmal 4 Tage vor der Werkstatt campieren, da über die Feiertage logischerweise niemand arbeitet.

2Wochen Camping vor der Werkstatt da muss dann mal gewaschen werden

2Wochen Camping vor der Werkstatt
da muss dann mal gewaschen werden

 

Eduardo und sein "Team"

Eduardo und sein „Team“

 

Ein Tisch entsteht...

Ein Tisch entsteht…

 

 

 

 

……….Als es dann endlich losging wurde uns 3mal der falsche Turbo  angeschleppt..was jeweils einen Tag in Anspruch nahm. Zwischenzeitlich optimierten wir den Innenraum nach unseren Gutdünken und legten selber mit Hand an beim Ausbau des Tankes, Turbos und vielen anderem. Summa summarum waren wir dann geschlagene 14Tage in Iquique.

 

 

Da wir wieder nach Argentinien wollten mussten wir also wieder zurück nach San Pedro de Atacama.

Im Hintergrund einige der 2900 Vulkane Chiles

Im Hintergrund einige der 2900 Vulkane Chiles

Kurzinfo zu Atacama: ist trockenste Wüste der Welt, erstreckt sich von den südlichen Ausläufern Perus entlang der Anden cirka 1200 Kilometer Richtung Chile. Es gibt Teile der Wüste die seit 20 Jahren keinen Tropfen Regen gesehen haben.

So viel salz-man konnte überall stehen obwohl es 15m tief war.

So viel salz-man konnte überall stehen obwohl es 15m tief war.

(Und der Timo war dort baden 😉 )

Jesus war ein Mann!

Lichtspiele in der Salzwueste

 

Der niedrigste Weg in der ganzen Region nach Argentinien führt über den 4831m Hohen Gebirgspass „Paso de Jama“ (der Mount Blanc, 4810m).Das heißt wir sind quasi 21m über den höhsten Berg der Alpen gefahren.

Die Techniker unter Euch fragen sich jetzt…. wenig Druck = falsches Diesel/Luftgemisch = Probleme dazu kommt das der Siedepunkt des Kühlwasser auf fast 86° sinkt.

Schnee...nee Salz

Schnee…nee Salz

Ja so wars auch – ordentlich Leistungsverlust, das eigentliche Problem war allerdings unsere Temperturanzeige welche überhaupt nicht stimmte. Die Folge , die Zylinderkopfdichtung  hats geknackt. Also lief Literweise Kühlflüssigkeit aus und wir mussten den Motor von aussen mit Wasserkanister runterkühlen, um schlimmeres zu verhindern. Also alle 30km Kühlwasser auffüllen und dann zum Glück hauptsächlich bergab nach Argentinien.

Siete colores, Argentinien

Siete colores, Argentinien

Und so kam es, dass wir jetzt wieder wegen dem 1 Mai Feiertag in San Salvador de Jujuy festhängen (Feiertage sind für Leute die nicht Arbeiten einfach sch**** 😉 ) , um morgen mit einer modernen Werkstatt die Zylinderkopfdichtung zu wechseln.
(Ist allerdings nur die Diagnose von mir – drückt die Daumen das es wirklich nur die Zylinderkopfdichtung ist)

UND WAS HABT IHR SO AN OSTERN UND DEM 1 MAI GEMACHT -auch vor Werkstätten abgehangen ??????

Viele Grüße bis demnächst, bleibt saftig!

Patagonia y Tierra del Fuego

Hallo,

ich mal wieder (Anna und ich wechseln uns meist mit den Beiträgen ab). Viele Grüße aus Punta Arenas in Feuerland. Mich küsst die Muse wieder einen Beitrag für Euch zu erstellen, ich hoffe es ist überhaupt noch jemand da draußen der unsere Beiträge mitverfolgt. 😉 Der letzte Beitrag wurde von Euch mit 0 Kommentaren bestraft.

 

Patagonien lässt sich am besten mit Fotos beschreiben, außerdem sagen Bilder bekanntlich mehr als tausend Worte…:

Mount Fitzroy

Mount Fitzroy

rechts unten am Wasser ca 30min entfernt unser Campingplatz ;)

rechts unten am Wasser ca 30min entfernt unser Campingplatz 😉

 

 

Farbenfroh und Nass

Farbenfroh und Nass

 

...viele Wege führen nach Rom...manche sind matschig

…viele Wege führen nach Rom…manche sind matschig

 

Das Padagonia Icefield.Ausläufer des 13000qkm Gletscherplateus 3. größtes Süsswasserreservoir der Erde nach der Antarktis und Grönland....Wow

Das Padagonia Icefield.Ausläufer des 13000qkm Gletscherplateus3. größtes Süsswasserreservoir der Erde nach der Antarktis und Grönland ….Wow

 

Torres del Paine mit Gletschersee

Torres del Paine mit Gletschersee

 

ieeehhh Schnee

ieeehhh Schnee

 

keine 30m von Unserm Zelt entfernt bekamen  wir besuch

keine 30m von Unserm Zelt entfernt bekamen
wir besuch

 

An alle Jäger unter Euch- was ist das für ein Vogel !?

An alle Jäger unter Euch- was ist das für ein Vogel !?

 

Piedras blancas-Gletschersee nr.?

Piedras blancas-Gletschersee nr.?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feuerland:

Vorab das Wetter hier ist mit Sicherheit schlechter als bei Euch (7°, Regen und Wind).

In Feuerland hält der Herbst Einzug was den Vorteil hat, dass der Wind nachlässt allerdings sinken auch die Temperaturen.

Was ich direkt zum Anlass nehme ,von den Feuerländern oder Yámanas zu berichten.

Warum heißt Feuerland eigentlich Feuerland?

Als 1520 Magellan mit mehreren Schiffen den Seeweg und die Magellanstraße erkundete, sahen Sie mehrere Feuerstellen entlang des Festlandes brennen. Demnach benannten Sie diese Inselgruppe Tierra del Fuego- Land des Feuers.

Da wir bereits Ushuaia (das Ende oder südlichste Stadt der Welt) besucht und im Museum einiges über dieses ausgestorbene Volk gelernt haben, kann ich nun alles zum besten geben. Die Yámana oder auch Yahgan sind eines von 4 Indianerstämmen welche in Feuerland gelebt haben.Ungefähr 1830 unternahm Fitzroy mit dem Expeditionsschiff „Beagle“ Anstrengungen diesen Bereich intensiv zu erkunden und entdeckte dabei den Beagle Kanal (unter anderem war auch der berühmte Charles Darwin an Bord).

Die Yámana sprangen nahezu Unbekleidet in dieser Kalten, Nassen und vom Wind beherrschten Gegend umher, da ihreTierhäute sowieso nie richtig trocken wurden.

Die Männer jagten und die Frauen sammelten und tauchten sogar in dem eiskalten Wasser nach Muscheln- für uns wirklich unvorstellbar.

Die Feuerländer wurden einst als „das härtestes Folk der Erde beschrieben“, der junge Charles Darwin hingegen bezeichnete sie als „die niedrigste Form des Menschentums auf Erden“.Dies wurde später durch die Komplexität ihrer Sprache wiederlegt.Sie hatten lange Arme und verhältnismäßig kurze Beine. Sie jagten hauptsächlich in selbstgebauten Kajaks aus Baumrinde nach Fisch.

Nachdem im Laufe der Jahre immer mehr Europäer in die Gebiete der Indianer eindrangen und sich dort niederliesen um Schafzucht zu betreiben, erging es den Yámana wie fast allen indigenen Völkern schlecht: erst die Missionierung dann Genozid, Seuchen und Krankheiten. Die letzte Yamana deren beide Eltern Yámana waren ist Cristina Calderon.Sie ist 86 Jahre und lebt in Puerto Williams.

 

Zum Ende des Beitrags noch etwas Amüsantes.

Bei einem unserer Streifzüge durch Feuerland haben wir im Nationalpark einen sehr wichtigen Mann kennenlernen dürfen.Carlos Delorenzo – einen Premierminister.

Der Premierminister und Ich

Der Premierminister und Ich

Und zwar ist Señor Delorenzo das Oberhaupt einer Micro- Nation der Isla Redonda, welche im Beagelkanal liegt und 3 Bewohner beherrbergt (Carlos und seine 2 Söhne).

Dieses Fürstentum erfüllt (meine Ich) alle Bedingungen eines Staates……..: hat ein Staatsgebiet mit Grenze (Insel), hat ein Staatsoberhaupt.Besitzt ein Staatsfolk(2) und hat eine eigene Flagge , Postamt und Passport (kann man gegen Bezahlung erwerben wenn man verspricht in Freiheit zu leben und zu tun wozu man lustig ist ohne den Einfluss von wild gewordenen Maschinen und Globalisierung…blah blah blah.)

Die Staatsform soll eine anarchistisch Republik sein.

Das Fürstentum Isla Redonda

Das Fürstentum Isla Redonda

 

Argentienen erkennt jedoch Carlos’s Nation vermutlich nicht an.

 

Ps: …wir sind auch keine Bürger geworden.Viele Grüße und schreibt uns was als Kommentar-wir freuen uns immer (kann auch einfach nur Blödsinn oder Neuigkeiten sein) das ich mal sehe wer und ob überhaupt noch jemand reinschaut.

Argentinien ist riesig!

Hallo Ihr da draussen!
Endlich haben wir etwas Zeit Euch einen neuen Bericht abzulegen 😉

Wir beschraenken uns diesmal auf weniger Text, denn Ihr muesst wissen, dass wir uns eine Erkaeltung eingefangen haben und daher ganz viel Ruhe brauchen, um neue Kraft zu tanken.   😉

Ankunft in Buenos Aires am 13.02.14 – die Frisur steht, doch bei Anna sind dicke Fuesse angesagt. Es liegt wohl am Alter. Beweisfotos wurden leider keine gemacht.  Timos Kommentar: „Wie Frodos Fuesse“. So begann also unser erster Tag in der riesigen Stadt.

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In dem Viertel San Telmo in Buenos Aires hat der Tango seinen Ursprung. Auf einem Platz konnten wir beide beobachten, wie jung und alt voller Leidenschaft Ihre Koerper zur Musik bewegten. Wir dagegen haben uns daraufhin nicht dem Tanz, sondern dem Fleische hingegeben- denn von Blutwurst, Steak und Innereien mussten wir erstmal alles ausprobieren,

 

Schnitzel mit Pommes und dazu ein Liter Bier- lecker!

Schnitzel mit Pommes und dazu ein Liter Bier- lecker!

 

 

 

 

 

 

Argentinien ist echt riesig wie Ihr wisst und so reisen wir aktuell von einen in den naechsten Ort immer  mit dem Bus, wobei wir schon mehr als eine Autopanne miterleben durften/ mussten 😉

Eine Busfahrt- die ist lustig....

Eine Busfahrt- die ist lustig…

Bus- kaputt

Bus- kaputt

 

 

 

 

 

 

Timos neue Leidenschaft ist uebrigens jetzt das Reiten!

Anna der Knappe

Anna der Knappe

Gaucho Timo

Gaucho Timo

 

El Gaucho

El Gaucho

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf unserer Fahrt Richtung Patagonien, sind uns immer wieder  Gedenkstaetten, an denen manchmal mehr als 50 Wasserflaschen daneben lagen aufgefallen. Nach einer kleinen Recherche, haben wir den Grund dafuer erfahren und diese Geschichte muss ich Euch unbedingt erzaehlen:

Und zwar erzaehlt die Legende von Deolinda Correa, die in den 1840er Jahren waehrend des Buergerkrieges mit ihrem kleinen Saeugling durch die Wueste ging, um zu Ihrem kranken Mann zu gelangen. Als ihr jedoch die Vorraete und das Wasser ausgingen, starb sie. Nach mehreren Tagen fanden sie Vorbeiziehende Maultiertreiber und zur ihrer Ueberraschung sahen sie, dass das Baby an der Brust seiner toten Mutter saugte.

Zur Erinnerung an dieses Wunder findet man immer wieder an den Strassenraendern  kleine Gedenkstaetten , neben denen zahlreiche Wasserflaschen stehen – die Ihren Durst stillen sollen.

Gedenkstaette an Difunta Correa

Gedenkstaette an Difunta Correa

 

 

 

 

 

 

Zum Gesamtreiseverlauf in Argentinien haben wir folgende Stops eingelegt: B.Aires – Mendoza – Bei der kleinen Stadt Malargue machten wir einen Ausflug in den  Parque Provincial Payunia. Da wir noch kein Auto besitzen mussten wir eine Bustour buchen, die uns in die wunderschoene Vulkanlandschaft auf einem Hochplateau brachte.

 

 

Ohhmmmmm.......

Ohhmmmmm…….

Parque Provincial Payunia- tolle Vulkanlandschaft

Parque Provincial Payunia- tolle Vulkanlandschaft

 

 

 

 

 

 

weiter gings dann nach Chos Malal – San Martin de los Andes – Bariloche – Puerto Madrin (Peninsula Valdez)  – El Calafate – El Chalten –
So ich hoffe wir konnten Euch ein bisschen befriedigen. Wir sind jetzt uebrigens seit 2 Wochen in Patagonien ( allerdings auf Chilenischer Seite ) angekommen und wollen Morgen endlich unsere 10taegige Wandertour durch den Nationalpark Torres del Paine machen- also drueckt uns die Daumen, dass wir nicht vom Winde verweht werden 😉