Kategorie-Archiv: Chile

4×4 nach Argentinien

Hallo an Alle,
In der Zwischenzeit hat sich bei uns viel Neues ergeben:
Wir haben Zuwachs bekommen, Name: Deli , geboren: 1991, Gewicht: ca 2,5 Tonnen und mächtig durstig.
Wir haben den Misubishi in der Atacama Wüste von 2 Schweizern gekauft. Er ist ein alter Lateinamerika Veteran und hat schon 200.000 Kilometer runter. Dementsprechend musste einiges gemacht werden: Turbo, Automatikgetriebe, Klima, Rost entfernt, Tank abgedichtet, Trittbrett repariert etc.. Nun ist der alte 4×4 Diesel wieder  fast in Schuss.
Jedoch war es ein zeitaufwendiger Akt. Von San Pedro de Atacama mussten wir in das 700 Kilometer entfernte Iquique (ein Import Hafen, wo sämtliche Ersatzteile des japanischen Markt verfügbar sind… wenn da nicht die Osterfeiertage wären)

 

Dort angekommen fragten wir uns nach einer Mitsubishi Werkstatt durch und wurden an einen guten Freund von einem guten Freund weitergeleitet, bis wir bei Eduardo und seiner kleinen Werkstatt landeten.P1040884 Da Eduardo’s Werkstatt auch nicht im besten Viertel von Iquique gelegen ist, konnten wir unser Auto also auch nicht allein lassen und ins Hostel gehen und so mussten wir erstmal 4 Tage vor der Werkstatt campieren, da über die Feiertage logischerweise niemand arbeitet.

2Wochen Camping vor der Werkstatt da muss dann mal gewaschen werden

2Wochen Camping vor der Werkstatt
da muss dann mal gewaschen werden

 

Eduardo und sein "Team"

Eduardo und sein „Team“

 

Ein Tisch entsteht...

Ein Tisch entsteht…

 

 

 

 

……….Als es dann endlich losging wurde uns 3mal der falsche Turbo  angeschleppt..was jeweils einen Tag in Anspruch nahm. Zwischenzeitlich optimierten wir den Innenraum nach unseren Gutdünken und legten selber mit Hand an beim Ausbau des Tankes, Turbos und vielen anderem. Summa summarum waren wir dann geschlagene 14Tage in Iquique.

 

 

Da wir wieder nach Argentinien wollten mussten wir also wieder zurück nach San Pedro de Atacama.

Im Hintergrund einige der 2900 Vulkane Chiles

Im Hintergrund einige der 2900 Vulkane Chiles

Kurzinfo zu Atacama: ist trockenste Wüste der Welt, erstreckt sich von den südlichen Ausläufern Perus entlang der Anden cirka 1200 Kilometer Richtung Chile. Es gibt Teile der Wüste die seit 20 Jahren keinen Tropfen Regen gesehen haben.

So viel salz-man konnte überall stehen obwohl es 15m tief war.

So viel salz-man konnte überall stehen obwohl es 15m tief war.

(Und der Timo war dort baden 😉 )

Jesus war ein Mann!

Lichtspiele in der Salzwueste

 

Der niedrigste Weg in der ganzen Region nach Argentinien führt über den 4831m Hohen Gebirgspass „Paso de Jama“ (der Mount Blanc, 4810m).Das heißt wir sind quasi 21m über den höhsten Berg der Alpen gefahren.

Die Techniker unter Euch fragen sich jetzt…. wenig Druck = falsches Diesel/Luftgemisch = Probleme dazu kommt das der Siedepunkt des Kühlwasser auf fast 86° sinkt.

Schnee...nee Salz

Schnee…nee Salz

Ja so wars auch – ordentlich Leistungsverlust, das eigentliche Problem war allerdings unsere Temperturanzeige welche überhaupt nicht stimmte. Die Folge , die Zylinderkopfdichtung  hats geknackt. Also lief Literweise Kühlflüssigkeit aus und wir mussten den Motor von aussen mit Wasserkanister runterkühlen, um schlimmeres zu verhindern. Also alle 30km Kühlwasser auffüllen und dann zum Glück hauptsächlich bergab nach Argentinien.

Siete colores, Argentinien

Siete colores, Argentinien

Und so kam es, dass wir jetzt wieder wegen dem 1 Mai Feiertag in San Salvador de Jujuy festhängen (Feiertage sind für Leute die nicht Arbeiten einfach sch**** 😉 ) , um morgen mit einer modernen Werkstatt die Zylinderkopfdichtung zu wechseln.
(Ist allerdings nur die Diagnose von mir – drückt die Daumen das es wirklich nur die Zylinderkopfdichtung ist)

UND WAS HABT IHR SO AN OSTERN UND DEM 1 MAI GEMACHT -auch vor Werkstätten abgehangen ??????

Viele Grüße bis demnächst, bleibt saftig!

Fahrradtour nach Coquimbo

mal ein Beitrag ohne viel Text…

Blick auf Coquimbo mit dem cruz del tercer milenio

Blick auf Coquimbo mit dem cruz del tercer milenio

Im Hafenbecken bekamen wir Besuch von Seelöwen Lobos del mar-Touren mit Booten werden in ganz Argentinien und Chile angeboten...wir fanden sie hier umsonst ;)

Im Hafenbecken bekamen wir Besuch von Seelöwen
Lobos del mar-Touren mit Booten werden in ganz Argentinien und Chile
angeboten…wir fanden sie hier umsonst 😉

Sonnenbad

Sonnenbad

tolle Aussicht vom Kreuz

tolle Aussicht vom Kreuz

Kapitän Schettino?? Nein Zeuge des großen Erdbebens 2010

Kapitän Schettino?? Nein Zeuge des großen Erdbebens 2010

Chillen in Chile

Hallo wir mal wieder,
Um von der Kälte Feuerlands zu flüchten, haben wir einen Flug von Punto Arenas nach Santiago genommen.

Buddy Richard & Band und Anna Mittendrin

Buddy Richard & Band und Anna Mittendrin

Im Flugzeug saßen wir direkt vor chilenischer Prominenz, die das ganze Flugzeug zu kennen schien ausser natürlich uns. Der chilenische Superstar Buddy Richards scherzte mit Anna und posierte auch für ein Foto. Anschliesend sang das halbe Flugzeug einen seiner bekanntesten Schlager. 
http://m.youtube.com/results?q=buddy%20richard&sm=12

In Santiago angekommen, machten wir die ersten Erfahrungen mit Couchsurfing und nisteten uns bei Raúl und seiner kolumbianischen Freundin für zwei Nächte ein. Wir kochten zusammen und lernten Spanisch bzw. Deutsch (da Raúl bei Bosch arbeitet und demnächst nach Deutschland gehen wird).P1040300

Zu Santiago: Wer Städtereisen mag, wird Santiago lieben. Die 8 Millionen Einwohner Stadt Chiles, hat einen besonderen Flair mit wunderschönen Parks und alten Gebäuden.
Vom sogenannten „Hausberg“  San Cristobal, hatten wir eine faszinierende Aussicht auf die Millionenmetropole. Leider etwas störend empfanden wir den dicken, breiten Streifen Smog, der sich entlang des Horizonts über der Hauptstadt erstreckte.

Auf Raúls Rat hin besuchten wir anschliesend die eineinhalb Stunden entfernte Hafenstadt Valparaiso- die wohl bunteste Stadt Chiles.
Wer möchte kann sich unzählige Grafittis antun unter…
Link: https://flic.kr/s/aHsjW89DbV
Wir folgten der Grafitti street Art durch sämtliche Strassen und Gassen des pazifischen Städtchens, bis wir irgendwann von einem netten Chilenen freundlich darauf hingewiesen wurden, dass wir Gringos uns schleunigst wieder in Richtung Zentrum begeben sollten, wenn wir nicht ausgeraubt wollen werden.

Ist das Kunst oder kann das weg?!

Ist das Kunst oder kann das weg?!

Da er meinte wir befänden uns schon Mitten im Viertel der bösen Jungs, bestand er darauf uns persönlich zurück ins Touriviertel zu eskortieren. Am Abend wurden wir dann noch wegen einer Tsunamiwarnung aus einer Kneipe geworfen. Drei Tage in Folge wurde der Norden von Chile von Erdbeben zwischen 6,8 und 8,9 erschüttert (Chile befindet sich am Rande der Nazcaplatte welche sich  jedes Jahr um 15cm nach süd-osten schiebt (größte Tektonische Plattenbewegung)). Wir befanden uns jedoch niemals im Bereich des Bebens, jedoch immer im Tsunami-gefahrenbereich.
Und so wurden wir zwei Mal in Folge aus Hostel oder Bar geworfen.
Der Hafen von Hórcon

Der Hafen von Hórcon


Im Anschluss reisten wir in das kleine Fischerdorf Hórcon. Dort habe ich es endlich geschafft, einmal lokale Fischer mit ihrem Boot zu begleiten. Anna durfte aufgrund von Platzmangel leider nicht mit 😉 Am Abend im Hafen versprach der Fischer Fabian mich mit seiner „Crew“ und seinem Boot am nächsten Tag mitzunehmen. Treffpunkt war 7 Uhr am Hafen.
Fabian vor seinem Tauchgang , im hintergrund  unser betrunkener "Kapitän" und der lebenswichtige Kompressor. Fabian erzählte sein Cousin ist bei  einem Tauchgang gestorben und hatte überall  Blasen am Körper.

Fabian vor seinem Tauchgang , im hintergrund
unser betrunkener „Kapitän“ und der lebenswichtige
Kompressor. Fabian erzählte sein Cousin ist bei
einem Tauchgang gestorben und hatte überall
Blasen am Körper.

Um 8:15 Uhr kam Fabian dann völlig verkattert und es hing dann doch noch los. Ihr Plan war mir einem Kompressor an Bord und einem „Gardena Gartenschlauch“ nach Muscheln zu tauchen und den ein oder anderen Fisch dabei zu harponieren. Sehr, sehr abenteurlich das Ganze. Mein Auftrag bestand darin Muscheln auszunehmen und Gartenschlauch auszuwerfen und einzuholen.
Die Zeit welche ich für 1Muschel brauchte  hat Alejandro für 5 benötigt...

Die Zeit welche ich für 1Muschel brauchte
hat Alejandro für 5 benötigt…

Zwischenzeitlich angelte ich (erfolglos) und durch die Schaukelei war mir auch noch speiübel. Am Ende gab es einen großen Seebarsch, vier Körbe Muscheln und 4 große Krebse. Da die Krebse keiner wollte, wurden diese mir zuteil für meine fabelhaften Muschelausnehmdienste.
Krebsige Mahlzeit

Krebsige Mahlzeit

Pünktlich zum Abend diesen tollen Tages gab es dann noch abschließend ein Erdben für uns (5,8).
Unsere „Cabaña“ welche am Abhang der Bucht auf Holzstelzen hingezimmert war, wurde ordentlich durchgeschüttelt…und wir flitzten wie die Hasen 😉

Nun sind wir wieder Unterwegs weiter Richtung Norden…. mit dem nächsten Ziel Atacama-Wüste!

Viele liebe Grüße Timo und Anna